Die Mittelbayerische Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 25.05.05

Kinder dürfen auf Schulhöfen spielen
Nach dem Testlauf an der Von-der-Tann-Schule: Sieben Höfe werden Reviere zum Toben

KÖNIGSWIESEN (lla). Regensburg wird noch kinderfreundlicher! Bürgermeister Gerhard Weber öffnete die Höfe der Schule Königswiesen, der Von-der-Tann-Schule, der Realschule am Judenstein, der Kreuzschule, der Pestalozzi-Hauptschule, der Grundschule St. Nikola und der Grundschule Keilberg: Kinder bis zwölf dürfen hier spielen.

"Warum sollen die Kinder in den Ferien und außerhalb der Schulzeit die Schulhöfe nicht nützen dürfen?" Diese Frage stellte Gerhard Weber beim Pressetermin in Königswiesen nur rhetorisch. Die Stadt wolle alles tun, um noch kinderfreundlicher zu werden. "Kinder haben heutzutage, zumal in einer Stadt, beengte Spielmöglichkeiten", erklärte der Bürgermeister.

Öffnungszeit
Die Schulhöfe der Schule Königswiesen, Von-der-Tann-Schule, Realschule am Judenstein, Kreuzschule, Grundschule St. Nikola und Grundschule Keilberg können
E X T R A
vom l. April bis 31. Oktober während der Schulzeit von 14 bis 18 Uhr, in den Ferien von 9 bis 18 Uhr und natürlich an Sonn- und Feiertagen genutzt werden. ( ... )
Da sei es nur logisch, dass man die Schulhöfe in der Spielsaison vom l. April bis 31. Oktober auch außerhalb der Schulzeiten öffne.
Weber erinnerte sich: "Ich komme ja selber aus dieser Ecke", meinte er rückblickend. "Doch damals hatten wir noch viel mehr Platz zum Toben. Wir müssen den Kindern mehr Möglichkeiten zum Spielen schaffen, wenn das möglich ist. Und hier ist es möglich!"
Anne-Rose Raith vom Amt für kommunale Jugendarbeit und Josef Fleischer vom Amt für Schulen und Michael Lehmann vom Gartenamt bekräftigten: Schulhöfe böten sich für die "Bespielung" durch Kinder einfach an. "Hier können die Kinder Rad fahren lernen oder Skateboard fahren."
Weber sieht die Höfe schon als mögliches Feld für Ballspiele aller Art - vorzugsweise natürlich für die Nachwuchskicker des SSV Jahn Regensburg. "Wir hatten die Öffnung in einem Testlauf über ein paar Jahre hinweg in der Von-der-Tann-Schule erprobt.   Wir   machten  sehr  gute Erfahrungen."  ( ... )
Wichtig sei, so Anne-Rose Raith, die Eltern müssten sich klar sein, dass es auf den außerhalb der Schulzeiten geöffneten Schulhöfen keine pädagogische Betreuung gebe. Auch Spielgeräte außerhalb der fest installierten würden nicht gestellt. "Die Schulhofe werden wie öffentliche Spielplätze genutzt", betont auch Josef Fleischer.