Die Mittelbayerische Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 10.05.07,
aber unsere Drittklässler nahmen aufgrund des schlechten Wetter
leider nicht teil!

Schüler auf Spurensuche im Unterholz
1700 Kinder trotzten dem Regen bei Waldjugendspielen / Anspruchsvolle Aufgaben

Landkreis (lla). Auch wenn die Regentropfen vom Himmel fallen und der Himmel ganz grau ist, ist es im Wald immer noch grün und irgendwie gemütlich. Mehr als 1700 Kinder von 70 Grundschulklassen aus Stadt und Landkreis Regensburg erkunden dieser Tage bei den 38. Waldjugendspielen das Prüfeninger Holz. Die Kinder zeigen dabei eine erstaunliche Sachkenntnis.

Jahr für Jahr finden am Spielort Prüfeninger Holz die Waldjugendspiele für die dritten Klassen aus Stadt und Landkreis Regensburg statt. Zwar spielt heuer das Wetter nicht so mit, wie es sich die Organisatoren gewünscht hätten, doch die Kinder ließen sich gestern davon nicht beirren und wanderten mit ihren Lehrkräften und ihren Forstpaten vergnügt durch den Wald.
Der gut drei Stunden lange Parcours wird durch eine Reihe von aufregenden, aber auch anspruchsvollen Spielen unterbrochen. Da gilt es zum Beispiel anhand von Blättern Baumarten zu erraten oder auch beim "Angeln" die richtigen "Blätter" mit einer Art Angelrute an den dazu passenden Baum zu hängen.


Beim Blätterangeln mussten die richtigen "Blätter" an die Bäume gehängt werden.

"Zusammen mit dem Forstpaten können die Kinder den Wald erkunden und die Kenntnisse, die sie im Heimat- und Sachkundeunterricht in der Schule erarbeitet haben, gleich vor Ort anwenden", sagte Heinz Joachim Daschner vom Amt für Landwirtschaft und Forsten Regensburg (ALF).
Auch Spielleiter Cornelius Bugl vom ALF bemüht sich seit vielen Jahren, seit er für die Organisation der von Hans-Heinrich Vangerow ins Leben gerufenen Waldjugendspiele verantwortlich ist, in jedem neuen Jahr altbewährte, Spiele wiederaufzunehmen und neue, anspruchsvolle anzufügen. "Neben dem Walderleben und der Wissensvermittlung können zahlreiche Punkte gesammelt werden und die fleißigsten Punktesammler werden im Juni mit einer eigenen Siegerehrung und Preisen sowie Urkunden bedacht" so Bugl.
Die Kinder, die gestern im warmen Regen gut geschützt mit Regenjacken und festen Schuhen den Wald erkundeten, erfüllten mit Begeisterung die gestellten Aufgaben. Es galt, versteckte Tiere im Wald zu finden, man bestaunte mit den Forstpaten die Bäume und wie schnell sie wachsen, man beobachtete Borkenkäfer bei ihrer zerstörerischen Tätigkeit und man konnte das eigene Wissen über den Wald unter Beweis stellen.


Einen Dachstuhl zu bauen scheint für die Drittklässler eine leichte Aufgabe zu sein.
Fotos: Lukesch

Doch es gab auch Geschicklichkeitsspiele, die den Bewegungsdrang der Kinder entgegenkamen. Beim Holzschlichten ging es um Schnelligkeit und Kraft, beim Turmbau mussten die zusammengehörigen Baumscheiben gefunden und zu einem Turm aufgeschichtet werden und beim Zapfenzielwurf musste der Korb gut angepeilt werden. Neu in diesem Jahr war das Dachstuhl-Bauen. Vorgefertigte Teile mussten an Hand eines Planes zu einem richtig gehenden kleinen Dachstuhl zusammengefügt werden. Das war gar nicht so leicht, doch die Kinder der dritten Klassen schafften diese Aufgabe problemlos.