Die Mittelbayerische Zeitung veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom 07.07.16
den Beitrag zum Projekt "Zeitung in der Schule" der Klasse 4a


Gerald Hirmer (vorne Mitte) gibt den Schülerinnen Hannah, Felicitas und Franziska sowie Lehramtsanwärterin Verena Penzkofer (v.l.) Tipps. Am hinteren Tisch leitet Wolfgang Schönitz Lukas, Vanessa und Niko an.
Foto: Klasse 4a

Beim Löten ist sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt

TECHNIK Die Grundschüler bauten selbst elektronische Würfel zusammen.

VON DER KLASSE 4A DER KREUZSCHULE REGENSBURG

REGENSBURG. "Das sieht ja aus wie in einem Techniklabor", fanden die Schüler der 4a, als sie den Werkraum der Schule betraten. Dort hatten die Mitarbeiter von Conrad Electronic für jeden der 21 Schüler einen Arbeitsplatz zum Löten eingerichtet. Auf einer Schutzmatte befanden sich jeweils ein Lötkolben, Draht, Wasser und mehrere Platinen.
Zu Beginn erklärte Gerald Hirmer die einzelnen Teile wie die Platinen, kleine Metallplatten für elektrische Schaltkreise. Auch warnte er vor dem heißen Lötkolben, der bis zu 400 Grad heiß werden kann. Schon stellte sich die Frage, was Löten bedeutet. Ein Schüler beschrieb es treffend mit den Worten "das ist Dinge mit geschmolzenen Metall verbinden."
Das sollten die Schüler nun erst einmal ausprobieren. Dazu hatten sie zwei unterschiedlich große Platinen mit kleinen Punkten darauf, den Lötaugen. Mit dem Lötkolben wurde der Lötdraht zum Schmelzen gebracht und ein Tropfen Metall auf die Lötaugen der Platine gesetzt. Trotz der Warnungen verbrannten sich manche Kinder die Finger an dem heißen Lötkolben. Dies hielt sie nicht davon ab, begeistert weiterzulöten. Nachdem alle Schüler auch die kleinere Platine bearbeitet hatten, konnte es an das eigentliche Werk gehen, den Zusammenbau des elektronischen Würfels.
Zuerst zeigte Wolfgang Schönitz die einzelnen Teile und erklärte die Vorgehensweise. Bei den winzigen Teilen war Fingerspitzengefühl not- wendig.  Nacheinander  mussten  mehrere Wider-
stände, Dioden und Kondensatoren in die Platine eingesetzt und auf der Rückseite verlötet werden. Konzentriert und eifrig waren die Schüler bei der Arbeit. Schon bald hing ein metallischer Geruch in der Luft.
Endlich konnten die sieben Leuchtdioden eingesetzt werden. "Wieso denn sieben Lämpchen? Der Würfel hat doch nur sechs Augen", fragten einige Kinder verwundert. Wolfgang Schönitz zeigte genau, welche Lämpchen für die jeweilige Zahl des Elektronikwürfels leuchten mussten. Für die Zahl drei oder fünf benötigte man das siebte Lämpchen in der Mitte. Geduldig halfen Gerald Hirmer und Wolfgang Schönitz beim Einbau der kleinen Lämpchen, dem Schalter und der Batterie. Als alle Teile auf der Platine eingesetzt und verlötet waren, wurde es spannend. Jetzt kam die Testphase: Funktionierten die Würfel auch?
Gerald Hirmer und Wolfgang Schönitz probierten alle Bausätze aus. Bei jedem Würfel, der funktionierte, gab es großen Beifall. Leider klappte es nicht bei allen. Hier besserten die beiden Mitarbeiter von Conrad Electronic nach, so dass alle Schüler einen funktionierenden Würfel mit nach Hause nehmen konnten. Zum Abschluss gab es für alle Schüler ein Zertifikat. Alle Schüler der Klasse 4a hatten den Einführungskurs zum Weichlöten bestanden. "Das hat richtig viel Spaß gemacht", waren sich die Schüler einig. "So was haben wir noch nie gemacht!"
Die Schüler konnten eine neue Technik ausprobieren und viele neue Erfahrungen sammeln. Manch einer der Schüler möchte das Löten als Hobby weiterbetreiben und freut sich schon auf den angekündigten Ferienkurs von Conrad Electronic.